News Unsere Schule
Steuerfuss steigt auf 95 Prozent
Das Budget 2025 der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri wird fast einstimmig genehmigt.
Bericht: Thurgauer Zeitung online 27.11.2024 / Manuel Nagel
Für gewöhnlich haben die Stimmenzähler an einer Gemeindeversammlung eher wenig bis gar nichts zu tun, wenn über Steuerfuss und Budget für das nächste Jahr abgestimmt wird. Zu eindeutig ist jeweils das Ergebnis. Nicht so diesmal an der Budgetversammlung der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri, die am Montagabend in der Mehrzweckhalle Sonnenberg stattfand.
Doch zuerst sprach Schulpräsident Michael Stäheli lobende Worte über fünf seiner Behördenmitglieder, die Ende Juli 2025 nach insgesamt 62 Jahren im Dienst der Volksschule von ihrem Amt zurücktreten. VSG-Vizepräsident Samuel Oberholzer wird dann 20 Jahre absolviert haben, Melanie Lüthi und Severin Gutjahr-Preisig je zwölf Jahre, Silvia Brunner zehn und Cornelia Kuster-Rohner acht. Es sei die letzte Gelegenheit, das Quintett öffentlich zu verdanken, sagte der Schulpräsident. Somit muss die Mehrheit des neunköpfigen Gremiums neu besetzt werden. Die Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten ist noch im Gang, letzter Termin für Wahlvorschläge ist Montag, der 16. Dezember. Die Wahlen für die Schulbehörde finden am 9. Februar an der Urne statt.
Ebenso wird dann über die neue Gemeindeordnung abgestimmt. Dabei soll die Behörde bei Grundstücksgeschäften (neu wären es 1,2 Millionen Franken) mehr Ausgabenkompetenz erhalten. Michael Stäheli schilderte einen Fall, als ein strategisch interessantes Grundstück neben der Turnhalle Freiestrasse auf dem Markt war. Doch als man den Besitzer über die Abläufe informiert habe, zog es dieser vor, sein Land privat zu verkaufen, weil es ihm zu lange gedauert hätte. Die Schule verpasste deshalb diese gute Gelegenheit.
Grüne wollten Steuerfuss gar auf 97 Prozent erhöhen
Nachdem die 146 Anwesenden auf den neusten Stand über die laufenden Bauprojekte gebracht und über das Budget informiert worden waren, ging es endlich ans Eingemachte. Aufgrund der diversen Ergänzungs- und Neubauten in den kommenden Jahren schlug die Behörde einen Anstieg des Steuerfusses von 93 auf 95 Prozent vor. Doch die Grünen stellten den Antrag, den Steuerfuss angesichts der grossen Ausgaben gleich auf 97 Prozent zu erhöhen. Unterstützt wurden sie dabei von der SP.
Spontan stellte Schulbürger Roland Zürcher aus Sommeri den Antrag, den Steuerfuss auf 93 Prozent zu belassen. Somit mussten zuerst diese beiden Anträge gegenübergestellt werden. Zürchers Antrag unterlag dabei klar dem Antrag der Grünen.
Dieser wurde anschliessend dem Antrag der Behörde gegenübergestellt – doch diesmal ohne Erfolg. Schliesslich votierten in der Endabstimmung 139 mit Ja für 95 Prozent, fünf waren dagegen und zwei enthielten sich. Bei der Abstimmung über das Budget 2025 war die Sache noch klarer: 144 Ja und je eine Stimme für Nein und Enthaltung.
Bei der Wahl des Wahlbüros gab es zu den 20 vorgeschlagenen Personen der Partien keine weiteren Vorschläge. Sehr zur Freude von Michael Stäheli, der erklärte, dass man nun die 20 Frauen und Männer alle zusammen bestätigen könne. «Sonst hätten wir über jede und jeden einzeln abstimmen müssen.» Und wohl auch zur Freude der beiden Stimmenzähler. Diese wären sonst zu später Stunde noch zu Schwerstarbeitern geworden, doch nun konnten sie sich auch dem Apéro zuwenden.
