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Sparmassnahmen zeigen Wirkung, Schulraum bleibt knapp
Schule Die Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri (VSG) spart erfolgreich und plant ihre Investitionen neu.

Jürg Affentranger, Helen Scalco-Klingler und Michael Stäheli-Engel (v.l.) informierten über das Budget 2027.
Bericht "amriswil.info" / 23.10.2026
Das Budget 2027 rechnet mit einer Steuerfusserhöhung auf 99 Prozent und einem kleinen Überschuss. Gleichzeitig bleibt der Schulraumbedarf hoch.
Steigende Schülerinnen- und Schülerzahlen, dringend notwendige Investitionen und ausserplanmässige Abschreibungen von 3,1 Millionen Franken belasten den Finanzhaushalt. Die Volksschulbehörde hat deshalb Einsparungen von jährlich über 370’000 Franken umgesetzt, die durchschnittliche Klassengrösse auf 21 Schülerinnen und Schüler erhöht und die Investitionsplanung überarbeitet. «Die verbesserten Finanzkennzahlen zeigen, dass unsere Massnahmen greifen. Dennoch müssen wir weiterhin sorgfältig mit unseren Mitteln umgehen und klare Prioritäten setzen», erklärt Helen Scalco-Klingler, Präsidentin der Finanzkommission.
Steuerfusserhöhung gemäss Finanzstrategie
Das Budget 2027 sieht bei einem Aufwand von 47’189’800 Franken und einem Ertrag von rund 47’282’400 Franken einen Überschuss von 92’600 Franken vor. Voraussetzung ist die Erhöhung des Steuerfusses von 97 auf 99 Prozent. Ohne diese Anpassung würde ein Defizit von rund 496’500 Franken entstehen. Die Erhöhung entspricht der Finanzstrategie und soll die Verschuldung begrenzen.
Investitionen in den Werterhalt
Der Druck auf den Schulraum wächst stetig. Bereits heute gehören Improvisation und Mehrfachnutzungen von Räumen zum Schulalltag, während die Anforderungen an zeitgemässe Lernräume steigen. Rund die Hälfte der Investitionen fliesst in den Werterhalt bestehender Schulanlagen und schafft keinen zusätzlichen Schulraum.
Unterschiedliche Lösungen für Standorte
Mit der Zustimmung zum Baukredit Sonnenberg ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Der Baustart ist für Herbst 2027 vorgesehen, der Bezug des neuen Schulhauses für Sommer 2029. Der Gemeinschaftsbau mit dem Gemeindehaus ermöglicht wertvolle Synergien. Nach der Ablehnung der Baukreditvorlage in Sommeri steht eine Übergangslösung im Vordergrund. Da das bestehende Schulhaus nur noch bis Ende 2028 betrieben werden kann, soll ein Provisorium den Schulbetrieb sichern. Die Abstimmung über den Baukredit für das Provisorium findet am 28. Februar 2027 statt. Nach dem Nein zum Baukredit in Hemmerswil wurden bereits notwendige Sanierungsmassnahmen umgesetzt. Weitere Investitionen bleiben erforderlich. Ein Gesamtsanierungskonzept soll die langfristige Entwicklung der Schulanlage aufzeigen und dabei sowohl die notwendige Erneuerung als auch mögliche Erweiterungen berücksichtigen.
Verantwortungsvoll handeln
Die kommenden Jahre bleiben anspruchsvoll. Die Volksschulgemeinde muss finanzielle Stabilität und eine bedarfsgerechte Schulentwicklung miteinander vereinbaren. «Wir müssen umsichtig investieren, wirtschaftlich sanieren, Standards und Angebote überprüfen und unseren Sparkurs konsequent fortsetzen. Unser Ziel bleibt eine zukunftsfähige, finanziell tragbare Schule, in der die Freude am Lernen im Mittelpunkt steht», betont Michael Stäheli-Engel, Schulpräsident. Über das Budget 2027 und den Steuerfuss entscheiden die Stimmberechtigten an der Schulgemeindeversammlung vom 30. November im Kulturforum Amriswil.