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Nachhaltigkeit macht Schule
Die Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri setzt nicht nur bei Neu- und Umbauten auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, sondern thematisiert die Bereiche auch gezielt im Unterricht. Daneben werden die Schülerinnen und Schüler in Sachen Umweltschutz auf verschiedenste Weise sensibilisiert.

Die VSG setzt sich für nachhaltiges Bauen ein: Hier beim Schulhaus Oberfeld die Arbeiten für den Ersatz der Wärmeerzeugung mittels Erdsondenbohrung. Bildquelle: amriswil.info
Bericht: "amriswil.info" - 16.08.2024
Nicht nur die Industrie und das Amriswiler Gewerbe sind angehalten, sich für Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien einzusetzen, sondern auch öffentliche Institutionen wie die Stadtverwaltung oder die Volksschulgemeinde. Kilian Moser, Leiter Liegenschaften der VSG Amriswil-HefenhofenSommeri, erklärt im Interview, wo und wie die Schule in den Umweltschutz investiert.
Herr Moser, wie grün ist die Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri?
Die Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri hat als öffentliche Körperschaft zum Ziel, in Bezug auf Nachhaltigkeit, Biodiversität und schonenden Umgang mit Ressourcen, eine Vorbildrolle einzunehmen. Das heisst, dass Massnahmen dort geplant und umgesetzt werden, wo diese einen nachhaltigen Effekt erzeugen. Zudem unterstützt die Volksschulgemeinde Anstrengungen der «Energiestadt»-Amriswil in der kommunalen Energie- und Klimapolitik.
Welche Projekte zu Nachhaltigkeit und Energieeffizient werden bei der VSG umgesetzt oder wurden bereits realisiert?
Aktuell werden bestehende Wärmeerzeugungsanlagen schrittweise ersetzt. Durch den Einsatz von erneuerbaren Energieträgern, jeweils auf den Schulstandort und die vorhandene Infrastruktur abgestimmt, erfolgt die Ablösung von fossilen Energieträgern in den nächsten Jahren. Weiter werden die bestehenden Beleuchtungen in allen Gebäuden der VSG in Etappen durch LED-Beleuchtungen mit modernen Steuerungen ersetzt und an einzelnen Standorten die Fenster ausgewechselt.
Wie werden die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Unterrichts zu Nachhaltigkeit und Energieverbrauch geschult?
Wir achten nicht nur bei Neubauten, Sanierungen und im Unterhalt von Liegenschaften auf Nachhaltigkeit. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist als Leitidee und fächerübergreifendes Thema fest im Lehrplan der Volksschule Thurgau verankert. Ziele sind eine solidarische Gesellschaft und wirtschaftliches Wohlergehen. Im Lehrplan gibt es in vielen verschiedenen Fachbereichen Querverweise zu BNE. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich im Unterricht thematisch mit Zukunftsvorstellungen auseinander und hinterfragen die Umsetzbarkeit. Dabei werden Inhalte aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven betrachtet und miteinander verknüpft.
Welche Energiesparmassnahmen werden in den Schulhäusern der Volksschulgemeinde umgesetzt?
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Kinder und Jugendlichen werden sensibilisiert, im Alltag auf einen schonenden Umgang mit Energie zu achten. Dazu gehören unter anderem richtiges Lüften, der sparsame Umgang mit Wasser und die Beleuchtung, wo nicht benötigt, auszuschalten. Im Winter werden in den Schulhäusern an den Wochenenden und in den Schulferien zudem die Heizkurven abgesenkt. Wo sinnvoll und effektiv, werden auch technische Massnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt. Zum Beispiel wassersparende Armaturen und Verwendung von energieeffizienten Elektrogeräten. Gewisse Räume der Volksschulgemeinde sind ausserdem mit Bewegungs- oder Präsenzmeldern ausgestattet, damit das Licht nicht unnötig brennt.
Welche Ziele verfolgt die VSG bezüglich Energieverbrauch und Nachhaltigkeit?
Als öffentliche Körperschaft, ist die Volksschulgemeinde bestrebt, ihre Vorbildfunktion wahrzunehmen und qualitativ hochwertigen Schulraum zu erstellen und zu betreiben. Bei den bereits erstellten und auch bei geplanten Neubauprojekten kommt der Minergie-P-Standard zur Anwendung. Dadurch wird schon in der Planung Wert auf ein energieeffizientes Gebäude gelegt. Bei der Materialwahl werden natürlichen Materialien und nachwachsende oder rezyklierte Rohstoffe bevorzugt.