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02.04.2019

Da will man nochmals Kind sein

In Betrieb ist er schon seit Anfang Januar, doch nun weihte am Samstag die Volksschulgemeinde den Kindergarten Mühlebach offiziell ein. Die Bevölkerung bekam einen Einblick und eine Bratwurst.


Grün und blau sind die beiden Kindergarteneinheiten im Erdgeschoss erkennbar, grau darüber liegt der Mehrzwecksaal. Bild: Manuel Nagel

Bericht und Bild: Thurgauer Zeitung online; 2. April 2019, Manuel Nagel

Da möchte man doch gleich nochmals Kind sein. Das dachte sich auch Schulpräsident Christoph Kohler: «Der Spielplatz ist schlicht ein Wahnsinn und der Hammer. Ich wünschte mir, ich könnte mit euch in den Kindergarten gehen», sagte er zu den beiden Klassen von Nicole Vetsch und Nicole Wellauer, die für einmal auch am Samstag erscheinen mussten. Die rund 40 Mädchen und Buben sangen zuerst für die geladenen Gäste, durften sich aber danach – gestärkt mit Hotdogs, kleinen Hamburgern und Getränken – auf dem grosszügigen Spielplatz austoben. Und das bei prächtigem Frühlingswetter.

Viel Freizeit geopfert

Das schöne Wetter liege an ihrem Organisationstalent, sagte Schulleiterin Heidi Scherrer. Das sei nach den Schulhäusern Oberaach und Mühlebach bereits der dritte Bau, den sie einweihen dürfe, und immer habe an diesen Tagen die Sonne geschienen.

Scherrer dankte auch den beiden Kindergärtnerinnen, die nun zwar ein schönes Gebäude zur Verfügung hätten, doch beim Umzug ins Provisorium und dann wieder zurück an den Mühlebachweg «haben meine beiden Nicoles beim Ein- und Auspacken sowie beim Einrichten viel Freizeit opfern müssen».

Rund acht Monate dauerte die Bauzeit. In den letzten Frühlingsferien dislozierte der Kindergarten zur Schule Mühlebach und in den Weihnachtsferien machten die Lehrpersonen am alten Standort im neuen Gebäude alles wieder parat, sodass die Kinder im Januar «ihr neues Reich», wie Schulpräsident Kohler sagte, beziehen konnten.

Zur offiziellen Eröffnung beinahe drei Monate später ist auch Beat Brüllmann, Chef des Amts für Volksschule des Kantons erschienen. Er wie auch die anderen Gäste sahen sich die Räumlichkeiten des Kindergartens an. Diese seien gar nicht so viel grösser als im abgerissenen Gebäude, sagt Hauswart Reto Knill, aber durch die Aufteilung würden sie jetzt aber viel grösser wirken als zuvor.

Man habe die im Mehrzwecksaal geplante Kaffeestube für die Gäste spontan nach draussen verlegt, sagte Schulleiterin Heidi Scherrer zum Ende des offiziellen Teils. «Bei diesem Wetter will ja sowieso niemand drin bleiben.»

 Weitere Bilder vom Anlass (Peter Schütz) https://photos.app.goo.gl/qhRGz8hEXDNRqRPr6